Beat the Heat
Beschreibung
BEAT THE HEAT
Die Zeichen sind eindeutig. Die Zeit zu handeln ist jetzt.
Immer mehr heiße Tage, immer längere Hitzeperioden: "Beat the Heat" ist der weltweite Aufruf der UN, unsere Städte auch bei extremer Hitze lebenswert zu halten. Die grünen Lösungen kennen wir – entsiegeln, begrünen, verschatten. Nur wirken sie erst über Jahre. Was können wir also heute schon tun, bis die Bäume groß genug sind?
Der CoolTown® – kühle Orte. Heute. Nicht erst in 10 Jahren.
Genau dafür ist der CoolTown® von Runge gemacht – ein mobiles Stadtmöbel, das Begrünung, Aufenthaltsqualität und aktive Hochdruck-Verdunstungskühlung in einem vereint. Ab einer eingestellten Aktivierungstemperatur legt sich ein feiner Sprühnebel über den Platz und senkt die gefühlte Hitze spürbar – genau dort, wo Menschen zusammenkommen. In Konstanz und in Freiburg ist der CoolTown® bereits im öffentlichen Raum im Einsatz. Wie er funktioniert, wie viel Wasser er wirklich verbraucht und wie er nachweislich für positive Ergebnisse sorgt, siehst Du hier.
Hier geht's zu unserem BingaCoolTown
Vier Fachleute. Vier Perspektiven. Ihre Vorträge zum Nachlesen.
Ein Stadtmöbel allein schafft noch keine hitzeresilienten Städte. Doch wie lässt sich "Beat the Heat" wirklich umsetzen?
Im Rahmen der Vortragsveranstaltung "CoolDown – Best Practice: Sommerorte" im August 2026 haben wir vier Fachleute gefragt – von der Physik der Kühlung über die Planung großer Freiräume bis zur Frage, was Menschen im öffentlichen Raum an heißen Tagen wirklich brauchen. Mit diesen Ergebnissen jeder einzelnen Sichtweise, sowie eine gemeinsame Diskussion, in der die Stärken aller vier Ansätze zusammengeführt werden, können wir gemeinsam bereits heute einen großen Schritt nach vorne machen.
Hier gibt es die vier Perspektiven zum Herunterladen und die gemeinsame Diskussion zum Nachlesen:
Perspektive 1/4 · Vortrag
Dr. Wolfgang Kessling
Transsolar KlimaEngineering
Physik · Mikroklima gestalten – thermischen Komfort planen
Thermischer Komfort ist eine planbare, messbare Größe. Anhand weniger Faktoren lässt sich entscheiden, ob sich ein Ort heiß oder kühl anfühlt: Strahlungstemperatur, Luftbewegung, Verschattung und Verdunstung. Der Vortrag zeigt, wie sich diese Parameter gezielt kombinieren lassen, um Außenräume spürbar abzukühlen – ganz ohne Klimaanlage. Denn am Ende zählt, wie wir uns fühlen.
Perspektive 2/4 · Vortrag
Philip Haggeney
RMPSL Landschaftsarchitekten
Von der Intervention zur langfristigen Strategie
Urbane Klimaresilienz bedeutet keine abstrakte Zielsetzung, sondern eine konkrete Planungsaufgabe: Städte so zu gestalten, dass sie stabil, anpassungsfähig und dauerhaft lebenswert bleiben - für Menschen, Tiere und Pflanzen gleichermaßen. Der Vortrag zeigt, wie sich temporäre Maßnahmen von Anfang an in dauerhafte grüne Infrastruktur einplanen lassen und was ein Freiraumprojekt heute können muss.
Perspektive 3/4 · Vortrag
Lisa Müller-Schober
Gehl People
Mensch · Öffentlicher Raum zwischen Klimaanpassung und Lebensqualität
Was macht eine Stadt auch an heißen Tagen lebenswert? Aus der Perspektive der Menschen im öffentlichen Raum geht es um Aufenthaltsqualität im „human scale" – und darum, wie sich die Wirkung experimenteller Maßnahmen als Entscheidungsgrundlage messen lässt.
Perspektive 4/4 · Vortrag
Barbara Schaar
Smart Green City Konstanz · Projektleitung Sommerorte
Sommerorte Konstanz · Maßnahmen. Wirkung. Zukunft.
Konstanz hat als Smart Green City gezielt Sommerorte geschaffen – temporäre Interventionen nicht als Dekoration, sondern als kontrollierter Praxistest im öffentlichen Raum. Der Vortrag zeigt, welche Orte entstanden sind, wie sie angenommen wurden, welche Maßnahmen intensiviert werden – und wie sich Sofortmaßnahmen in langfristige Lösungen überführen lassen.
Podium & Live-Demo
Diskussion und Impressionen des Nachmittags.
Podium
Podiumsdiskussion
Mit allen Vortragenden & dem Publikum
Zum Abschluss diskutieren alle Vortragenden gemeinsam mit dem Publikum: Wo stehen Städte, Planungsbüros und Technik heute – und was braucht es, um Sommerorte in die Fläche zu bringen?
Live-Demo
Nebelkühlung zum Anfassen
CoolTown® · Nebelkühlung
Abkühlung am eigenen Körper, direkt vor dem DAM: Hochdruck-Verdunstungskühlung zum Anfassen – am Beispiel CoolTown®. Hier gibt es die Impressionen des Tages.
Nachlese · Die Podiumsdiskussion
Zum Abschluss diskutierte unsere Moderatorin Mechthild Harting mit unseren Speakern Philip Haggeney, Dr. Wolfgang Kessling, Lisa Müller-Schober und Barbara Schaar, wie sich Städte schneller kühlen lassen. Wir haben die wichtigsten Erkenntnisse für Sie zusammengefasst.
01
Bäume zuerst – aber jetzt pflanzen
Einigkeit im Podium: Schatten ist die erste Stufe der Kühlung, und Bäume sind der schönste Weg dahin. Das Problem ist die Zeit. Der Appell: Bäume schon heute pflanzen und einige Jahre am Standort wachsen lassen – dann sind sie ans Klima gewöhnt, wenn man sie braucht. Bis dahin überbrücken Kübelbäume oder begrünte Pergola-Strukturen, auch wenn das nur die zweitbeste Lösung ist.
02
"Temporär" als Türöffner
Wo dauerhafte Entsiegelung (noch) nicht durchsetzbar ist, sind temporäre Maßnahmen die Chance, kostengünstig und risikoarm auszuprobieren. Wird ein Ort angenommen, wird auch der größere, dauerhafte Schritt möglich – plötzlich sind Tiefgarage oder Leitungen im Untergrund nicht mehr das unüberwindbare Hindernis. Der Schneeball kommt ins Rollen.
03
Sichtbarkeit macht den Unterschied
Konstanz bündelte die Sommerorte bewusst, statt sie übers Jahr zu verteilen – gemeinsam wahrnehmbar, erkennbar aus einem Guss. Die auffälligen, knalligen Möbel, versammelt an den Sommerorten, brachten Menschen zum Nachdenken und luden direkt vor Ort zum Mitreden ein. Das wirkt anders als ein Beteiligungsverfahren mit 400 Leuten in einer Halle.
04
Der Mensch im Fokus, nicht die Technik
Wir müssen immer wieder zurück zur eigentlichen Frage: Worum geht es? Um lebenswerte Räume für Menschen. Erst wenn der Mensch und sein Bedürfnis nach Schatten und Abkühlung im Zentrum stehen, wird klar, welche Lösung passt – ob es der Baum ist oder etwas anderes. Der Schlüssel ist integrale Planung: über Abteilungen und Referate hinweg gemeinsam denken, statt in Einzellösungen.
05
Daten schlagen Bauchgefühl
Der klarste Rat aus der Praxis: in den Städten Daten erheben. Wer die Wirkung von Maßnahmen misst und dokumentiert, hat die beste Entscheidungsgrundlage. Wer einen Ort wann und wie nutzt – diese Ergebnisse helfen enorm in Räten, Ausschüssen, etc. und führen weg von der reinen Bauchgefühl-Debatte.
06
Dort anfangen, wo die Hitze am härtesten trifft
Ein Appell mit sozialer Dimension: Wir müssen nicht nur die Einkaufs- und Tourismuszonen kühlen, sondern zuerst dort anfangen, wo Menschen keine Klimaanlage haben, um sich auf schnellem Weg Abkühlung zu verschaffen. Am stärksten betroffen sind Quartiere mit unsanierter Bausubstanz, insbesondere schlecht isolierte Dachwohnungen. Wir müssen zuerst genau hier ansetzen, wo der Bedarf am größten ist.
07
Nicht in die Kühlfalle tappen
Wir sollten jetzt nicht darüber nachdenken, unsere Städte in Zukunft mechanisch zu kühlen. Split-Geräte schieben die Wärme nur nach draußen, die Plätze werden zum „Auspuff". Die eigentliche Frage lautet: Fühlen wir uns wohl? Drinnen ist es oft kühler, doch der Stadtraum ist der Ort, an dem wir uns treffen und leben wollen – nicht das gekühlte Innere. Wie wir dort leben, müssen wir bewusst gestalten. Manchmal braucht es dafür temporäre, schnelle, aber verblüffend wirksame Beispiele, die vielleicht sogar unerwartet zeigen, was möglich ist.
08
Mut schlägt Bedenken
Vieles scheitert nicht am Wissen, sondern am Mut – und an zu vielen Normen, bei denen jede Fachstelle im Untergrund ihre eigene Leitung verteidigt. Politische Unterstützung kann bremsen oder, wie in Paris, kräftig beschleunigen. Wenn ein Baum am Ende die Chance bekommt, Jahrzehnte zu stehen, Schatten zu spenden und zu kühlen, ist der Aufwand das allemal wert.
09
Nebelkühlung: die Wasserfrage
Wie funktioniert das bei der Nebelkühlung? Hygiene? Und der Wasserverbrauch? – Das waren die zentralsten Fragen in Bezug auf die Kühlung durch Nebel. Gerade in einem Sommer mit Rekord-Niedrigwasser am Bodensee und Wasserentnahmeverboten in einzelnen Kommunen. In Konstanz wurde transparent aufgeschlüsselt, wie viel Wasser pro Person anfällt, die davon profitiert. Verwendet wird ausschließlich Trinkwasser. Von Kindern bis zu Senior:innen – alle Altersgruppen gehen gezielt dorthin – manche drehen mit dem Rad bewusst eine Runde durch den Nebel, um sich abzukühlen.
Stimmen aus dem Podium
„Es fehlt an Mut. Das Temporäre ist die Möglichkeit, es kostengünstig auszuprobieren und so bereits einen kleinen Schritt zu machen, als nur Bedenkenträger zu sein und nichts zu machen."
Philip Haggeney · RMPSL Landschaftsarchitekten
„Es wird immer der Stadtraum sein, in dem wir leben wollen. Wir sollten erstmal die natürlichen, die passiven Maßnahmen sauber sortieren und maximieren. Der kühle Stadtraum ist der bessere Stadtraum."
Dr. Wolfgang Kessling · Transsolar KlimaEngineering
„Mein Appell wäre, dort zu beginnen, wo die Menschen eben keine Klimaanlage haben, um sich dringend abzukühlen. Sondern wo einfach der Bedarf eben besonders groß ist."
Lisa Müller-Schober · Gehl – Making Cities for People
„Wenn ich einen Rat geben dürfte, dann wäre es in unseren Stadträumen Daten zu erheben und sie nutzbar zu machen. Denn das ist die beste Entscheidungsgrundlage, die wir bieten können."
Barbara Schaar · Smart Green City Konstanz
Dranbleiben lohnt sich
Sie möchten weiterdenken? Hier geht es weiter – ganz nach Ihrem Interesse.
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Tiefer ins Thema
Zum Nachlesen & Vertiefen
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Du möchtest wissen, was "CoolDown" eigentlich für eine Veranstaltung war?
Alle Informationen rund um die Veranstaltung "CoolDown – Best Practice: Sommerorte" findest Du hier!
Eine Veranstaltung von Runge · im Kontext von „Too Hot" des BDLA Hessen · DAM Frankfurt
Cool Down
Best Practice: Sommerorte, die wirken
Städte auch an den heißesten Tagen lebenswert machen. Kühle Städte, frische Ideen.
Jetzt den Flyer zur Veranstaltung downloaden!
PDF · DIN A5 · Programm & alle Infos zum Mitnehmen
Programm · Nachmittag
- Wie verwandelt sich unser städtisches Klima – was bedeutet das für die Aufenthaltsqualität?
- Thermischer Komfort als messbare Größe: welche Parameter entscheiden, ob sich ein Ort heiß oder kühl anfühlt?
- Nieder- vs. Hochdruck: wie wirkt Verdunstungskühlung – und was können Planende schon heute umsetzen?
- Warum ist Hitzeresilienz eine Planungs- und Entwurfsaufgabe – und beginnt nicht erst am fertigen Baum?
- Langfristig gedacht und sofort wirksam: Wie lassen sich temporäre Maßnahmen von Anfang an in dauerhafte grüne Infrastruktur einplanen?
- Was muss ein Freiraumprojekt heute können, damit es dem Klima von morgen standhält?
- Was macht eine Stadt auch an heißen Tagen lebenswert? – „human scale"
- Welche Bedürfnisse haben Menschen im öffentlichen Außenraum, und wie erfüllt Gestaltung sie?
- Wie misst man die Wirkung experimenteller Maßnahmen als Entscheidungsgrundlage?
- Welche Sommerorte sind entstanden – und wie wurden sie angenommen?
- Welche Maßnahmen sollen intensiviert werden?
- Wie überführt man Sofortmaßnahmen in langfristige Lösungen?
Anschluss-Veranstaltung des bdla
Teil der bdla-Vortragsreihe „Too Hot – Heiße Städte, kühle Lösungen". Separate Veranstaltung, Reihenfolge nach bdla-Programm.
Teilnahme
Veranstaltungsort
Adresse
Deutsches Architekturmuseum DAM
Schaumainkai 43, 60596 Frankfurt am MainRäume
Auditorium (Vorträge & Podium) · Zusätzl. Live-Demo von Nebelkühlung im Außenbereich vor dem Museum
Anreise
Das DAM liegt am Museumsufer in Sachsenhausen, nahe der Schweizer Straße.
U-Bahn: U1, U2, U3, U8 bis Schweizer Platz – oder bis Willy-Brandt-Platz (über den Main)
Straßenbahn: Linien 15, 16, 18, 19 bis Schweizer-/Gartenstraße
S-Bahn: S4, S5, S6 bis Frankfurt Südbahnhof
Bus: Linie 61 bis Schweizer Straße/Südbahnhof
Auto: Parkhäuser:
- Walter-Kolb-Straße 16 (Alt-Sachsenhausen)
- Willy-Brandt-Platz 5 (Schauspiel Frankfurt)
- Untermainanlage 1 (Untermainanlage)
Wir empfehlen Ihnen, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen, da das DAM keinen eigenen Parkplatz besitzt und das Parkplatzangebot in der Umgebung sehr eingeschränkt ist. Der Weg von den Haltestellen ist in der Regel gut ausgeschildert.
Veranstalter & Partner
Cool Down ist eine Veranstaltung der Runge GmbH & Co. KG in Kooperation mit dem bdla Hessen im Kontext der Ausstellung „Too Hot" des Deutschen Architekturmuseum (DAM) Frankfurt.
Weitere Informationen unter dam-online.de sowie auf den Seiten des bdla Hessen.
Modelle
Keine Modelle verfügbar.





















